Dirk Schröer zurück im Rheingau

Burg Schwarzenstein hat einen neuen großen Küchenchef


Dirk SchroerrVom Tal in Geisenheim, wo Dirk Schröer groß geworden ist, hat er oft nach oben auf den Johannisberg geblickt. Hier hat er jetzt seine neue kulinarische Heimat gefunden. Als Küchenchef des Gourmet Restaurants von Burg Schwarzenstein wird er künftig die Gäste verwöhnen. Der Relais & Châteaux Betrieb gehört unbestritten zum Besten, was die weltberühmte Weinregion zu bieten hat. Mit den Gastgebern Stephanie und Michael Teigelkamp freut sich das gesamte Team von Burg Schwarzenstein auf ein neues kulinarisches Kapitel des kleinen, feinen Ressorts in aussichtsreicher Lage. Hier, wo einst der legendäre Spätlesereiter nach Fulda aufbrach, weiß man zu leben und zu genießen. Das passt sehr gut in den Lebenslauf von Dirk Schröer, der sich seit seiner Lehrzeit in den Küchen des Nassauer Hofs in Wiesbaden dem Thema Kochkunst auf höchstem Niveau verschrieben hat.

Dirk Schröer hat das Kochen von der Pike auf gelernt und in vielen Top-Häusern gearbeitet. Nach seiner Ausbildung zum Koch im ersten Haus am Platz in Wiesbaden stand die Traube Tonbach in Baiersbronn auf seinem Plan, wo er ein Jahr lang als Commis Entremetier im Restaurant Köhlerstube den Kochlöffel schwang. Dann musste der Grundwehrdienst geleistet werden, doch auch diese Zeit nutzte Schröer und blieb als Koch im Offiziersheim seiner Leidenschaft treu. Zurückgekehrt an seinen Ausbildungsort arbeitete er gut zwei Jahre lang als Chef de Partie im Wiesbadener Gourmet Tempel „Die Ente vom Lehel“.
Im Jahr 2000 gab es für den ambitionierten Koch kein Halten mehr. Dorthin, wo große Küchengeschichte geschrieben wurde, zog es ihn. Fast vier Jahre war das „Tantris“ in München sein Lebensmittel-punkt – bis seine alte Liebe, der Rheingau, sich wieder bei ihm meldete. Er folgte dem Ruf nach Schloss Reinhartshausen, in die Küche des Restaurants „Prinzess von Erbach“, dem einstigen „Mar-cobrunn“, und blieb als Souschef für gut ein Jahr dort unter Vertrag.

Mit der Erfahrung wuchs auch Schröers Lust, die Küche eines weite-ren Schloss-Restaurants, das Gourmets im siebten Himmel schweben lässt, von innen kennen zu lernen. Praktisch: Im „Vendôme“ auf Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach wurde ein Sous-Chef gesucht – und mit Dirk Schröer gefunden.
Vom Sous-Chef zum Küchenchef avancierte Schröer dann schließlich in Dresden. Von März 2006 bis März 2013 war er Küchenchef im Restaurant „Caroussel“ im Hotel Bülow Residenz in der Elb-Metropole. Viel Prominenz hat er gesehen in seiner Dresdner Zeit. Ein Michelin Stern glänzt über dem beliebten Restaurant. Der Gault Millau vergab 18 Punkte für das Gesamtkunstwerk, das unter der Regie von Schröer nicht nur bei Stars und Sternchen zum kulinarischen Fixpunkt wurde. Im „Caroussel“ fühlte man sich in bester Ge-sellschaft und bestens aufgehoben.
Dirk Schröer war angekommen – so sollte man vermuten. Wäre da nicht der Rheingau und die weit über die Region hinaus bekannte Bastion für Genussmenschen auf dem Johannisberg, deren Lockruf Schröer schließlich gefolgt ist. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt Schröer jetzt zwischen Rhein und Reben. Der Abschied von der Elbe fiel Schröer nicht schwer, wusste er doch – es ging zurück nach Hause an den Rhein, wo er mit Freuden empfangen wurde.
Nicht nur das Team von Burg Schwarzenstein freut sich. Auch Schröers Mutter ist glücklich über das Coming Home von einem, der auszog, ein großer Koch zu werden. Dass das Experiment gelungen ist, dafür sprechen viele Auszeichnungen vom „Feinschmecker“ bis zum „Aral Schlemmeratlas“. Dirk Schröer zählt seit 2007 regelmäßig zu den 50 Top-Köchen Deutschlands. Auf dem Gipfel des Johannisbergs kann Schröer jetzt erneut beweisen, dass er als Mensch und als Koch einfach spitze ist.

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