Arbeitsplätze und Existenz von vielen Kleinunternehmern durch EU Health Claims bedroht

Am 14. Dezember tritt eine neue EU-Verordnung (Nr. 432/2012) zur Neuregelung von erlaubten Zusatzbezeichnungen bei Lebensmitteln in Kraft. Die Ergänzung zur sogenannten Health-Claims-Verordnung soll eigentlich die Verbraucher schützen, bedroht aber durch ihre stringenten Regelungen massiv die Existenz vieler Kleinunternehmer.

Timo Konzelmann hatte einen Traum, den Traum kohlenhydratreduzierte Lebensmittel, sogenannte Low-Carb-Lebensmittel, herzustellen und zu vertreiben. Dieser Traum droht nun durch das Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung, welche die Verwendung des Begriffes Low-Carb im Prinzip nicht mehr erlaubt, zu platzen. Timo Konzelmann hat in den vergangen sieben Jahren mit Erfolg alles daran gesetzt, den Begriff Low-Carb zu etablieren. Die von ihm vertriebenen Lebensmittel werden so stark mit dem Begriff Low-Carb assoziiert, dass eine Weglassung verheerende Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Allein durch die damit verbundene schlechtere Findbarkeit der Produkte im Internet, dem Hauptvertriebskanal, werden starke Umsatzeinbrüche erwartet. Diese könnten Timo Konzelmann und seine Marke Konzelmann’s Original in arge Existenznöte bringen und die von ihm geschaffenen Arbeitsplätze gefährden.

Abmahnanwälte wittern neue Chancen

Timo Konzelmanns Ängste dürften nicht unbegründet sein, denn auch wer alle Vorschriften und Verordnungen, die es in Deutschland gibt, (und das sind insbesondere im Lebensmittelrecht sehr viele) beachtet, ist nicht vor einer ganz besonderen Berufsgruppe gefeit, den im Volksmund sogenannten Abmahnanwälten. Diese haben es sich, nicht nur in der Lebensmittelbranche, zur Aufgabe gemacht, dass Internet nach jeder noch so kleinen Verletzung der Vorschriften zu durchsuchen und die entsprechenden Firmen mit teilweise horrenden Kosten abzumahnen. Gerade Kleinunternehmer können dadurch schnell an den Rand des Ruins getrieben werden.

Dazu Timo Konzelmann, Gründer und Inhaber von Konzelmann’s Original: „Als ich vor sieben Jahren begonnen habe, meinen Traum zu verwirklichen, musste ich schnell erkennen, dass man in der Lebensmittelbranche, auch wenn man versucht alle Gesetze und Vorschriften zu beachten, praktisch immer mit einem Bein im Gefängnis steht. Was mich an der ganzen Sache aber maßlos ärgert, ist nicht die Tatsache, dass immer neue Gesetze und Vorschriften erlassen werden, sondern dass es Anwälte und Firmen gibt, welche das schamlos ausnutzen. Denen geht es nicht um die Einhaltung der Vorschriften, sondern einzig und allein darum, daraus Kapital zu schlagen und kleine Unternehmen auch bei Bagatellverstößen mit einer Abmahnwelle aus dem Markt zu treiben.“

So wie Timo Konzelmann könnte es demnächst vielen Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor gehen, denn nicht nur der Begriff Low-Carb steht demnächst auf dem Index bzw. nicht mehr auf dem Index der erlaubten Begriffe. Je nach Produkt und Branche muss ein enormer Aufwand betrieben werden für die nötigen Umstellungen von Online-Shops, Verpackungen, Werbemittel, Produktbeschreibungen usw. Gerade kleine regionale Hersteller wie Konzelmann’s Original bringen die Umstellungskosten finanziell an die Grenzen. Wenn dann noch Abmahnungen findiger Anwälte dazu kommen, sind Arbeitsplätze massiv gefährdet.

„Aus meiner Sicht ist die Politik hier gefordert, einzugreifen. Es kann doch nicht sein, dass kleinen Unternehmern durch die neue EU-Verordnung faktisch fast die Existenzgrundlage entzogen wird.“

Weitere Informationen über Konzelmann’s Original sind im Internet unter www.konzelmanns.de abrufbar.

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