“Berliner Gespräch” Auftakt zur ARD-Themenwoche “Essen ist Leben” mit prominenter Besetzung

Während jeder siebte Mensch auf der Welt Hunger
leidet, essen sich in den Überflussgesellschaften immer mehr
buchstäblich krank. Dabei geben die Deutschen besonders wenig Geld
für Essen aus – in vielen Fällen zu Lasten der Qualität der Waren.
Die USA und Europa subventionieren die eigene Lebensmittelproduktion
nach der Devise “Hauptsache billig” und forcieren damit
Nahrungsknappheit und Hungersnöte in Afrika und Asien.

Werden sich diese Trends verstärken oder sind sie aufzuhalten?
Welche Verantwortung haben die deutsche Ernährungsindustrie, die
Politik und welche haben die Verbraucher selbst? Zum Auftakt der
ARD-Themenwoche “Essen ist Leben” diskutiert Anne Will über diese und
andere Fragen mit ihren Gästen beim “Berliner Gespräch 2010″ am
Mittwoch, 20. Oktober, ab 18.00 Uhr. Das “Berliner Gespräch” wird
live aus dem ARD-Hauptstadtstudio auf PHOENIX sowie in mehreren
Radioprogrammen der ARD übertragen. Gäste des Abends sind:
– Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
– Thilo Bode, Geschäftsführer foodwatch e.V.
– Jürgen Abraham, Vorsitzender der Bundesvereinigung der
Deutschen Ernährungsindustrie
– Prof. Franz-Theo Gottwald, Ernährungsethiker und Theologe
– Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis
90/Die Grünen
– Tim Mälzer, Spitzenkoch / Pate der Themenwoche 2010

Zu Beginn meldet sich der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan
mit einer Videobotschaft. Gastredner des Abends ist Klaus Töpfer,
Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Außerdem
werden der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust sowie
NDR Intendant Lutz Marmor dabei sein.

Marmor, dessen Sender für die Themenwoche “Essen ist Leben”
federführend ist: “Die einen werden immer dicker, die anderenhungern. Was können wir dagegen tun? Eine von vielen Fragen, die die
ARD-Themenwoche ‘Essen ist Leben’ behandelt. Schon die bisherige
Resonanz bestätigt, dass es kaum ein Thema gibt, das die Menschen
täglich so beschäftigt wie das Essen.”

Zur ARD-Themenwoche “Essen ist Leben” vom 23. bis 29. Oktober
bringen das Erste, die Dritten Programme, PHOENIX, ARTE, 3sat und
KIKA auf mehr als 900 Sendeplätzen Beiträge zu den Themenbereichen
Erzeugung und Handel, Gesundheit, Kultur, Verbraucherschutz und
Politik. Die Radios der ARD beteiligen sich mit knapp 600 Beiträgen
und Sendungen. Informationen zum Programm erhalten Zuschauer und
Hörer im ARD-Videotext. Im Internet auf themenwoche.ard.de können
Nutzerinnen und Nutzer kontroverse Beiträge kommentieren und
diskutieren.

Darüber hinaus findet die ARD-Themenwoche auch außerhalb des
Programms in Fernsehen, Radio und Internet statt: Unter dem Motto
“Fünf Tage – fünf Regionen. ARD-Fernsehköche bitten zu Tisch”
veranstalten Kantinen aus ganz Deutschland gemeinsam mit dem
Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) eine Aktionswoche.
Fünf Fernsehköche liefern fünf Rezepte aus fünf unterschiedlichen
Regionen. Von Montag, 25. bis Freitag, 29. Oktober, bieten 150
Betriebsrestaurants täglich ein besonderes Gericht an, zubereitet
nach dem Rezept eines ARD-Spitzenkochs.

Die Köche, die Regionen und die Gerichte: Montag, 25. Oktober –
Nordrhein-Westfalen, Martina Meuth (WDR): Rheinischer Sauerkrauttopf
mit gesottenem Schweinebauch Dienstag, 26. Oktober –
Mitteldeutschland, Christian Henze (MDR): Gratinierter
Kartoffel-Apfelauflauf mit Tomaten-Kräutervinaigrette Mittwoch, 27.
Oktober – Baden-Württemberg, Vincent Klink (SWR): Eingemachtes
Kalbsfleisch mit zweierlei glasiertem Karottengemüse und Bandnudeln
Donnerstag, 28. Oktober – Bayern, Andreas Geitl (BR): “Pirschbraten”
– falscher Wildbraten mit Kartoffelknödel, Preiselbeeren (bzw.
Preiselbeerknödel) und Rotkraut Freitag, 29. Oktober –
Norddeutschland, Tim Mälzer (NDR): Labskaus nach Tim Mälzers Art

Alle Informationen zur Aktionswoche und den teilnehmenden
Betriebsrestaurants gibt es auf aktionswoche.ard.de.

Auch die Studentenwerke beteiligen sich mit einem Aktionstag: Ein
“Vegi-Tag”, “Green Day” oder auch “Umwelttag” in ihren
Hochschulmensen am Donnerstag, 28. Oktober, soll zeigen, dass klima-
und ressourcenschonendes Kochen im großen Stil möglich ist. 18
Studentenwerke bieten in 38 Mensen vegetarisches oder veganes Essen
an. Durch den Verzicht auf Fleisch sollen bis zu 190 Tonnen CO2
eingespart werden – das entspreche der CO2-Jahresemission von 100
Mittelklasseautos, so das Deutsche Studentenwerk in Berlin. Die
Studentenwerke Bielefeld, Darmstadt, Frankfurt am Main, Freiburg,
Osnabrück, Niederbayern/Oberpfalz, Siegen und Würzburg werden in
ihren Mensen oder Cafeterien ausschließlich vegetarische oder vegane
Gerichte anbieten. Das Studentenwerk Darmstadt serviert während der
ARD-Themenwoche ukrainische, das Studentenwerk Stuttgart indische
Küche. Im Studentenwerk Berlin wird japanisch gekocht, im Kölner
Studentenwerk gibt es “Multi-Kulti-Küche”.

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