Was macht die EU mit unserem Essen?

Schädigt die EU-Bürokratie die kleinen Produzenten?  Als Anfang Januar 2010 neue EU-Hygienevorschriften in Kraft traten, sagten manche das Aus der Lebensmittelhandwerker vorher. Heute, mehr als ein halbes Jahr später, existieren kleine Metzger- und Käserbetriebe nach wie vor. Was ist dran an den Vorwürfen gegen die EU-Lebensmittel-Bürokratie? Christian Sywottek hat nachgeforscht – und festgestellt, dass die neuen Hygienevorschriften vor allem gute Seiten haben.

Neben diesem Titelthema enthält die zwölfte Ausgabe von Effilee wieder viele weitere lesenswerte Reportagen. Manuela Rüther hat sich mit dem Thema Qualitätsmanagement in der modernen Küche beschäftigt: Wie schaffen es Spitzenköche, tagein, tagaus höchste Qualität abzuliefern? Peter Lau begab sich in den kulinarischen Untergrund abseits konventioneller Restaurants, war bei Guerillaköchen und Eventgastronomen zu Gast und fragte sich: Wie wollen wir essen? Hannes Finkbeiner besuchte den ältesten Grill in Los Angeles, um herauszufinden, wer in Hollywood serviert. Ursula Heinzelmann erzählt, wie sie Sauerkraut schätzen lernte, warum es ihr nichts ausmacht, wenn man sie Kraut nennt, und warum wir eigentlich alle Krauts sind. May Solga schreibt über alte und neue Apfelsorten und darüber, wie die Zeiten sich ändern.

Und was gibt es zu essen? Jede Menge: Hans Stefan Steinheuer tischt deutsches Rindfleisch auf. Herr Scharff verrät, welche Torte zu welcher Oma passt. Vijay Sapre erklärt, wie man einen Oktopus wunderbar weich bekommt und was sich aus dem Pulpo alles zaubern lässt. Michaela Pfeiffer und Andrea Thode inszenierten fünf spannende Pilzrezepte, Stevan Paul serviert in der Deutschstunde das Allerheiligste der Schwaben, Linsen mit Spätzle, und Alexander Kasbohm bat eine Französin, einen Schwaben und einen Libanesen, Gemüsekuchen zu backen. Und dann war da noch das Picknick mit dem Bentley…

www.effilee.de

Essen ist ein Abenteuer. Und das, was dazugehört, ebenso: das Kochen, das Einkaufen und der Wein. Jedenfalls, wenn man offen ist, immer wieder probiert und sich auf Neues einlässt.
Von diesem Abenteuer erzählt die Zeitschrift Effilee, die seit Oktober 2008 auf dem deutschsprachigen Markt vertrieben wird und seither alle zwei Monate erscheint. Das Magazin für Essen und Leben, so der Claim, ist mehr als ein bloßes Rezeptheft. In umfangreichen Reportagen berichtet Effilee über eine große Bandbreite kulinarischer Themen: von Straßenimbissen in Togo und Gefängnisköchen in Peru; von einer amerikanischen Foodhistorikerin, die Kochbücher entschlüsselt, und von den Letzten, die in Köln Pferd schlachten; von einem Koch, der Demonstranten verpflegt und von ambitionierten Hobbyköchen, die sich auf Wettbewerben miteinander messen; davon, wie
das Lamm auf den Tisch kommt, wie die Currywurst zum Edelsnack wurde, wie Kinder über das Kochen und Essen denken und wie in Dänemark am J-Dag das Weihnachtsbier ausgeliefert wird.
Effilee hat sowohl die Spitzengastronomie wie den eigenen Herd im Blick. In jeder Ausgabe gibt es Rezepte für „Schnelle Teller“, die sich unkompliziert und in kurzer Zeit zubereiten lassen. In der Rubrik „Ein Teller“ dagegen erklärt ein Sternekoch im Interview eines seiner Gerichte – samt detailliertem Rezept. Jedes Heft enthält außerdem themenbezogene Rezeptstrecken, die nicht nur zum Nachkochen inspirieren, sondern durch die aufwändige Food-Fotografie auch optisch ein Genuss sind. Im Kochkurs gibt Effilee-Herausgeber Vijay Sapre ausführlich Tipps zu Lebensmitteln und Zubereitungsmethoden: Wie bereitet man ein perfektes Spiegelei zu? Wie stellt man Wurst
selber her? Wie funktioniert Niedrigtemperaturgaren und was sind die Vorteile dieser Technik? Ist Glutamat essenzielle Zutat oder böser Geschmacksverstärker?

Der Serviceteil des Magazins enthält Weinkritiken renommierter Sommeliers und Weinautoren, Restaurantbesprechungen, Buchvorstellungen und Wissenswertes über Küchenhardware.
Hervorgegangen ist die Zeitschrift aus dem gleichnamigen Internetportal, das seit 2004 online ist und bis 2007 Kochpiraten hieß.
Auf der Effilee-Website sind neben den Geschichten und Rezepten des Magazins Informationen über Lebensmittel und Zubereitungstechniken zu finden, ein Verzeichnis sämtlicher von den einschlägigen Gourmet-Führern ausgezeichneter Restaurants und weitere Rezepte von den Nutzern der
Plattform. Außerdem bietet die Website einen Shop, über den qualitativ hochwertige Küchengeräte und andere kulinarische Produkte vertrieben werden.

Der Begriff Effilee stammt übrigens aus dem Französischen: Als »effilé« wird in Frankreich Geflügel bezeichnet, das gerupft, aber ansonsten vollständig mit Kopf, Füßen und Innereien in den Handel kommt. So ist das Geflügel länger haltbar, vor allem aber lassen sich Rückschlüsse auf seine Haltung ziehen. Anders als Käfighühner haben Tiere, die im Freien aufgezogen wurden, nämlich ansehnliche, gesunde Füße. Für diesen Qualitätsstandard möchte auch das Effilee-Magazin stehen: für einen genussvollen, aber kenntnisreichen und stets bewussten Umgang mit dem, was wir essen.

Effilee Mediadaten:
* Erscheinungsweise: zweimonatlich
* Startauflage: 113.000
* Erstverkaufstag: letzter Freitag im Monat
* Preis: 6,80 Euro
* Umfang: 148 Seiten
* Verlag: Effilee GmbH Hamburg
* Herausgeber / Chefredakteur: Vijay Sapre

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