Workshop in Berlin: Energieeffizienz und erneuerbare Energien in der Gastronomie

„Stimmt so!“, oder etwa nicht? Viele Gastronomen verschenken bares Geld und sind sich dessen oft noch nicht einmal bewusst!
Am 23. März trafen sich Energie- und Gastronomiefachleute mit dem Tourismusberater und Moderator Eike Otto unter dem Motto: „Auf kleiner Flamme zu neuen Zielgruppen“ zu einem Expertenworkshop in Berlin um zu diskutieren, wie praktischer Klimaschutz aussehen kann und wie gleichzeitig die stetig steigenden Kosten für Strom, Gas und Wasser in der Gastronomie eingedämmt werden können.sustainable-tourism.com/ Copyright Eike Otto
Eine Alternative bilden neuartige Küchengeräte, die mit ihren geschlossenen Garsystemen bei richtiger Handhabung je nach Modell und Verwendung bis zu 70% Einsparpotenzial bieten. Allerdings schrecken viele Gastronomen vor den hohen Anschaffungskosten zurück. Es muss aber nicht immer gleich „high-tech“ sein. So liegen die Kosten für kleine Durchlaufbegrenzer in Wasserarmaturen beispielsweise im Centbereich. Viel Energie geht allerdings auch durch falsches Verhalten in der Küche verloren. „Wenn der Koch morgens in die Küche kommt, werden erst einmal alle Herde und Öfen angeschaltet“, so Thomas Willmuth von der Firma Rational – Groküchentechnik, selbst leidenschaftlicher Koch. Köche mögen’s halt warm, könnte man meinen. Allerdings ist es in Deutschen Küchen offensichtlich zu warm, stets geöffnete Fenster sind dafür der beste Beweis. „Hier wird das Geld buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen, und das in Zeiten, wo der Gast immer preisbewusster wird.“ so Jürgen Mädger, Ehemaliger Bundesvorsitzender des AK Umwelt des DEHOGA und früherer Vorstandsvorsitzender der Dachmarke Viabono.
„Tue Gutes und rede darüber“, dies gilt auch für das umweltfreundliche Restaurant. Wer energieeffizient und umweltfreundlich wirtschaftet und damit das Klima schützt , kann beim Gast punkten. Allerdings nur, wenn der Gast auch davon erfährt. Und Klimaschutz ist nicht nur „in“, er spart auch noch bares Geld.
Immerhin liegen die Energiekosten für die Zubereitung eines Menues oft über den Kosten für die Beilagen. Da sollte sich mancher Koch fragen wer ihm nähersteht, der zahlende Gast oder die zählende Stromuhr?
Der Expertenworkshop fand im Rahmen des EU-kofinanzierten Projektes SETCOM statt. Das Projekt hat zum Ziel, Netzwerke und einen Erfahrungsaustausch zwischen europäischen Partnern im Bereich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Tourismus zu initiieren und möchte Tourismusunternehmen Handlungsoptionen zur Energieeinsparung aufzeigen.
Nähere Informationen zum SETCOM Projekt unter: www.setcom-project.eu .
Informationen zum Workshop sind unter www.sustainable-tourism.com erhältlich.

Share and Enjoy

  • Facebook
  • Twitter
  • Delicious
  • LinkedIn
  • StumbleUpon
  • Add to favorites
  • Email
  • RSS
Kitzbühel für Feinschmecker: Tirols Nr. 1 bei Hauben und Sternen
Kitzbühel, die mondäne Sportstadt am Fuße des Hahnenkamms, gibt in vielen Bereichen die „Geschmacksnoten“ vor. Lebensgenießer und Gourmets können sich hier von der Restaurant- und Lokalszene mit der größten Haubendichte ganz Tiro [...] mehr
Email
Print