CURNONSKY ODER DER BAUCH DER BELLE ÉPOQUE

Unter seinem echten Namen kennt Maurice Edmond Sailland (1872–1956) eigentlich keiner. Auch unter seinem Künstlernamen Curnonsky ist er nur einem kleinen Zirkel von wahren Kennern und Genießern bekannt. Es ist also höchste Zeit, das zu ändern. Denn immerhin ist er der Mann, der der modernen französischen Küche den Weg bereitete und der unter seinem weiteren Pseudonym »Bibendum« für den Reifenfabrikanten Michelin schrieb.

Curnonsky

Doch Curnonsky war noch viel mehr – ein begabter Zeichner und Maler sowie ein hochgebildeter Literat, der im Paris der Belle Époque mit dem Maler Toulouse-Lautrec, den Schriftstellern Emile Zola, Arthur Rimbaud und Colette verkehrte, für deren Ehemann Willy er sogar als »Ghostwriter« schrieb. Auch verfasste der geniale Schreiber Reportagen, Essays, Romane und Theaterstücke. Deren Esprit und Leichtigkeit waren Curnonskys Charakter – galt er doch nicht nur als Gourmet und Genießer, sondern auch als Lebemann und galanter Liebhaber. Alle Facetten dieses faszinierenden Mannes zeigt die vorliegende Biografie, die Curnonsky endlich aus der Vergessenheit holt.

“Best in the World”

In the Gourmand World Cookbook Awards
PARIS 1. July 2009 – Comédie Française

category:
Best French Cuisine Book

Gewinnerin für Deutschland:
Jeanne B. Barondeau
mit:
CURNONSKY à la carte…
L’HISTOIRE

Curnonsky_das Buch

Pressestimmen:

Royal

Er war ein allseits verehrter Prinz der französischen Feinschmeckerei,  Autor  der 28-bändigen Sammlung «Das gastronomische  Frankreich» mit mehr als dreißigtausend Rezepten. Er gründete  die «Académie des Gastronomes», war Literat, Grand Gourmand und unangefochtener Gesetzgeber des Kochens. Unter seinen zehn Geboten regierte eines ganz obenan: «Es gibt keinen Ersatz für Butter». Prompt vollzog sich Curnonskys Karriere wie geschmiert.

Die Literatur des Löffelschwingens „Meide  die  linke Keule  der Rebhühner. Denn  sie  stehen  auf  diesem Bein,  und  das  lässt  die  Blutzirkulation  träge  werden“. Dieser  menschenfreundliche Hinweis  findet  sich  in  keinem Kochbuch,  sondern als  Anmerkung  zu  seinem Testament,  das  Curnonsky  1954  hinterließ, bevor sich der über Achtzigjährige aus de

m Fenster seiner Pariser Wohnung  stürzte. Man  ist  versucht  zu  denken,  dass  es  sich  um  das Küchenfenster gehandelt hat. Er hielt es nicht mit den Exzentrizitäten
der hoch gezwirbelten Küche: „Das Geheimnis aller großen Mahlzeiten ist Einfachheit. Sich am Herd wichtig tun, kann schließlich jeder“ Er verachtete die ausgetüftelte Küche, die man gerne als «grande

cuisine»
preist. Als Kennzeichen der Küchenkunst ließ er einzig gelten: „Wenn Sie gut gegessen haben, wissen Sie es, aber Sie fühlen es nicht“.

zum Artikel []

Apéron

Genuss und das humorvolle Wort

Wer machte aus der französischen Küche die Französische Küche? Wer steht am Beginn des Guide Michelin? Wer gründete die Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs? – Es war Maurice Edmond Sailland, der sich Curnonsky nannte. Ein so einfühlsames wie umfangreiches Publikationsprojekt ermöglicht den Zugang zu einem der Heroen des großen Genießens.

zum Artikel []

Inge Huber erwarb vor sieben Jahren den Nachlass Maurice Edmond Saillards – ohne zu wissen, ob die Kisten Schätze oder Schund beinhalten würden. Während des fünf Jahre dauernden Sortierens und Ordnens zeigte sich: Es waren echte Schätze. Das Ergebnis der Arbeit bildet das Buch »Curnonsky Oder der Bauch der Belle Epoque«.

INGE HUBER
C
URNONSKY
ODER DER BAUC
H DER BELLE ÉPOQUE
ca. 320 Seiten

19 x 25 cm cm
Gebunden mit Schutzumschlag, durchgehend illustriert
Erscheinungstermin: 14.10.2009
Collection Rolf Heyne
ISBN-13: 9783899104370
Warengruppe: 951

€(D) 24,90 / €(A) 25,60 / sFr 44,90

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